Jeden Morgen das gleiche Ritual: Meditieren, Tagebuch schreiben, Glaubenssätze umprogrammieren, Sport treiben. Was als Weg zu mehr Leichtigkeit beginnt, wird schnell zum nächsten Punkt auf einer ohnehin schon übervollen To-do-Liste. Selbstoptimierung ist in aller Munde, doch führt sie wirklich zum gewünschten Ziel?

In meinem Podcast-Gespräch mit Sandra Liane Braun, Autorin des Buches „Hier beginnt das wahre Leben“, sind wir genau dieser Frage nachgegangen. Sandra erzählt von ihrer Reise – von jahrelanger Anstrengung zu innerem Frieden. Und dabei wird klar: Klassische Selbstoptimierung bewirkt oft genau das Gegenteil von dem, was wir uns wünschen.

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von sinnvollanders.podigee.io zu laden.

Inhalt laden

Wenn die Selbstoptimierung zur Belastung wird

Der Begriff Selbstoptimierung klingt erst einmal gut. Wer möchte sich nicht verbessern? Aber hinter diesem Wunsch steckt oft ein Gefühl: die Annahme, dass wir im jetzigen Moment nicht genug sind. Wir behandeln uns selbst wie eine Baustelle, die nie fertig wird.

Sandra beschreibt es so: Sie stand jeden Morgen früh auf, um all diese Dinge zu tun – damit es ihr gut geht, damit sie gesund bleibt, damit sie motiviert in den Tag starten kann. Schon beim Zuhören spürt man: Das ist anstrengend. Wahnsinnig anstrengend.

Tools, die uns eigentlich helfen sollten – Meditation, Journaling, Sport – landen auf einer endlosen To-Do-Liste. Statt Entspannung bringen sie neuen Leistungsdruck. Wenn die Morgenroutine zum Stressfaktor wird, haben wir den Sinn aus den Augen verloren.

Du bist bereits gut genug

Die wohl befreiendste Erkenntnis aus unserem Gespräch: Du musst nichts an dir reparieren oder optimieren. In deinem Kern bist du bereits heil und gesund.

Sandra sagt: „Es gibt nichts an uns zu optimieren, nichts an uns zu reparieren, weil wir in unserem Kern absolut gesund und heil sind.“

Wahre Veränderung beginnt nicht damit, dass du dich „reparierst“. Sie beginnt damit, dass du erkennst: Die Schichten aus Druck und Erwartungen verdecken nur, was schon da ist.

Vom Müssen zum Dürfen

Wie kommst du aus dieser Optimierungsfalle raus? Es geht nicht darum, jetzt alle Routinen über Bord zu werfen. Es geht um die Energie, mit der du sie tust.

Sandra schreibt bis heute Tagebuch. Aber nicht, weil sie muss. Sondern, weil es manchmal aus ihr heraus will. Manchmal passiert monatelang gar nichts. Dann plötzlich wieder drei, vier Tage hintereinander.

Der Unterschied: Kein „Ich muss“, sondern „Ich darf“.

Frage dich bei deiner nächsten Routine: Tue ich das, weil es mir gerade guttut? Oder weil ich denke, dass ich es tun muss, um besser zu werden?

Jedes „Ich muss“ und jedes „Ich sollte doch eigentlich“ deutet darauf hin: Da glaube ich, etwas tun zu müssen, anders sein zu müssen, damit ich okay bin.

Im Hier und Jetzt – ohne Schneidersitz

Sandra hat lange geglaubt, im Hier und Jetzt zu sein bedeutet, im Schneidersitz zu meditieren. Heute weiß sie: Im Hier und Jetzt sein bedeutet wahrzunehmen, was gerade in mir abgeht.

Bin ich gerade voll in meinem Kopf? Oder bin ich präsent – für mich, für die Menschen um mich herum, für das Leben?

Es gibt nichts anderes als das Hier und Jetzt. Auch wenn du denkst „Ich habe so viel zu tun“ – dieses Tun passiert jetzt gerade.

Wahre Präsenz braucht kein Retreat. Sie passiert, wenn du spürst, wie deine Füße auf dem Boden stehen. In diesem Moment gibt es nichts zu optimieren.

Deine innere Weisheit war immer da

Wir haben oft verlernt, auf unsere Intuition zu hören. Auf diese innere Stimme, die weiß, was jetzt gerade dran ist.

Sandra erzählt von einer Kundin, die als Kind bei Panikattacken intuitiv wusste, was hilft: Malen. Oder ein Bonbon lutschen. Einfach so. Ohne jemals gelernt zu haben, wie man mit Panikattacken umgeht.

Das ist innere Weisheit. Und sie ist in uns allen.

Als Erwachsene lassen wir uns oft vom Kopf leiten. Wir denken, grübeln, analysieren. Darunter spüren wir aber immer auch diese innere Weisheit. Wenn wir ihr Raum geben.

Hier beginnt das wahre Leben

Selbstoptimierung verspricht uns ein besseres Leben – irgendwann, wenn wir endlich genug getan haben. Wahre Lebendigkeit blüht auf, wenn du aufhörst zu jagen und anfängst zu sein.

Das wahre Leben findet nicht in der Zukunft statt, wenn du produktiver oder erleuchteter bist. Es findet genau jetzt statt – in all seiner Unvollkommenheit.

Nächstes Mal, wenn die To-Do-Liste drückt: Atme tief. Frag dich: „Was ist jetzt schon okay?“

Die Antwort ist da. Du musst nur hinhören.

Über Sandra

Sandra Liane Braun ist Gedankensortiererin & Lebensentdeckerin für Menschen, die sagen „Ich kann nicht mehr!“ 1975 im Saarland geboren und aufgewachsen, lebt sie mit ihrem Mann in ihrem Haus in Dillingen. Als Coach und Expertin für Stressbewältigung und Burnout-Prävention begleitet sie Menschen „Raus aus dem Stress, rein ins Leben.“ Sie arbeitet mit Menschen aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz im Online Coaching. Wenn du in ihrer Region lebst, kann das Coaching auch in ihrem Raum in Dillingen/Saar stattfinden.

Das Buch findest du hier: https://sandralianebraun.de/buch-hier-beginnt-das-wahre-leben/

Abonniere den Podcast auf deinem Lieblingskanal

Spotify

Apple

Google Play

RSS Feed

Teile diese Episode

Leave A Comment

Free E-Book

Höher. Schneller. Weiter. Erschöpfter?
Damit ist jetzt Schluss.

In diesem E-Book zeige ich dir, wie du mit der Umgekehrten Erfolgsformel© durch ein besseres Wohlbefinden bessere Ergebnisse erzielst.

Free E-Book