Bist du schon neugierig oder suchst du noch verzweifelt nach der nächsten „Erlösung“?

In dieser Folge mache ich ein persönliches Geständnis: Als bekennender Buch-Junkie habe ich hunderte Ratgeber über Erfolg und Gehirnforschung verschlungen – bis ich vor einem Jahr plötzlich damit aufgehört habe. Der Grund? Ich habe erkannt, dass ich nicht mehr auf der Suche bin. Und das ist Erleichterung pur.

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Kennst du das Gefühl? Du verschlingst ein Selbsthilfe-Buch nach dem anderen, buchst die nächste Ausbildung, scrollst durch Instagram auf der Suche nach dem einen entscheidenden Tipp – und trotzdem bleibt dieses Gefühl: Es fehlt noch etwas.

Ich kenne das nur zu gut. Jahrelang war ich ein absoluter Buch-Junkie. Hunderte Bücher über Persönlichkeitsentwicklung, Erfolg und Gehirnforschung stapelten sich in meinem Regal. Ich war ständig auf der Suche nach dem besseren Ich, nach der Erlösung, nach dem Moment, in dem ich endlich „angekommen“ bin.

Seit einem Jahr lese ich nicht mehr. Und weißt du warum? Weil ich erkannt habe: Die Suche selbst war das Problem.

Der fatale Unterschied: Suche vs. Interesse

Wenn wir ständig auf der Suche sind, senden wir unserem System ein klares Signal: Mir fehlt etwas. Ich bin nicht genug. Und genau hier beginnt das Drama.

Unser Gehirn unterscheidet nämlich nicht zwischen „Ich suche Beeren zum Überleben“ und „Ich suche Erfolg, um endlich anerkannt zu werden“. In beiden Fällen aktiviert es denselben Modus: den Stress-Modus. Fight, Flight oder Freeze. Überleben.

Und im Überlebensmodus haben wir keinen Zugriff auf die Fähigkeiten, die wir eigentlich bräuchten: Kreativität, Klarheit, Weitblick, Empathie, Resilienz. Stattdessen jagen wir der nächsten „5-Schritte-Lösung“ hinterher, in der Hoffnung, dass sie uns endlich rettet.

Interesse dagegen funktioniert völlig anders. Es ist offen, neugierig, lebendig. Wie ein Kind, das spielerisch eine Sprache lernt. Mit Interesse wachsen wir natürlich. Auf der Suche landen wir im Hamsterrad.

Warum die Suche zur Sucht wird

Das Perfide an der Suche: Sie kann zur Sucht werden. Denn solange wir im Mangelmodus sind, können wir nie wirklich ankommen. Es wird immer noch ein Buch, noch eine Ausbildung, noch ein Podcast geben, der verspricht, die letzte fehlende Antwort zu liefern.

Ich habe das selbst erlebt. Ich dachte, ich bilde mich weiter. Aber in Wahrheit war ich auf der Suche nach dem Gefühl „ok “ zu sein. Und je mehr ich suchte, desto weniger fand ich. Denn echte Erkenntnisse brauchen Entspannung, nicht Stress.

Wie du erkennst, ob du suchst oder interessiert bist

Frag dich ehrlich:

  • Spürst du Dringlichkeit und Unruhe, wenn du ein neues Buch aufschlägst?
  • Beneidest du andere, die „das“ schon haben, was dir fehlt?
  • Denkst du in Wenn-Dann-Konstrukten? („Wenn ich endlich gelassener bin, dann…“)
  • Fühlst du dich nach dem Lernen erschöpft statt energetisiert?

Wenn du dich hier wiedererkennst, bist du vermutlich im Such-Modus. Und das ist okay. Denn genau in diesem Moment – in dem dir das bewusst wird – beginnt die echte Veränderung.

Was du jetzt tun kannst

Das nächste Mal, wenn du kurz davor bist, ein Buch zu kaufen oder eine Ausbildung zu buchen: Halte inne. Atme dreimal tief durch.

Und dann frag dich: Brauche ich das, um „heil“ zu werden? Oder bin ich einfach neugierig?

Dieser kleine Moment der Klarheit verändert dein Verhalten. Denn wenn du aufhörst zu suchen, kannst du endlich anfangen zu sehen – und zu erkennen, dass du vielleicht längst hast, wonach du suchst.

Hör auf zu suchen. Fang an zu sehen.

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